Die Sünden der Tafelritter

Was machten die Ritter von König Artus Tafelrunde, bevor sie den Gipfel an Heldentum erreichten, bevor sie Gralsritter wurden?

Die 140 Tafelritter, deren „Aventiuren“ an den Grenzen sündhaften Strebens in vielen Episoden der Dichtungen von Chretien de Troyes und von Wolfram von Eschenbach geschildert werden, sind beileibe kein Mönchsorden! Weltliche Helden mit allen menschlichen Fehlern und Schwächen werden am Ende zu Wahrern des höchsten Gutes, des Grals.

Parzival, der reine Tor, der durch viele Prüfungen geläutert, dennoch den Gral selbst nicht erringen kann; Lanzelot der „Erste Ritter“ der Tafelrunde, der mit Ginevra, der Gattin seines Königs und Freundes Ehebruch begeht; der finstere Mordred, den Neid und Herrschsucht zerfressen und am Ende Galahad, Lancelots Sohn, der einzig wirklich tadellose, der Gralsritter – diese strahlenden Helden und der Klang ihrer Rüstungen begleiten uns von Kind an. Wie werden die Sagenfiguren zu dem, was sie am Ende sind, Helden und Idole ?

Die Auszüge aus den altfranzösischen und mittelhochdeutschen Dichtungen werden in modernen Nachdichtungen vorgestellt, Marc Lewon, auf Dobra ein stets hochgeschätzter Gast, und das Ensemble Unicorn, geben einen Eindruck von den authentischen sprachlichen und musikalischen Originalen.

Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Mag. Thomas Bieber, Festivalintendant
Bürgermeister Ing. Johann Müllner