In Dobra öffnen sich heuer die Pforten zur Hölle!

Die Künste hatten seit jeher eine enge Beziehung zum Inferno, dem jüngsten Gericht, dem Fegefeuer, dem Braten der armen Seelen. Ist der Teufel im Spiel, ist Gott nicht weit, steigen Licht und Schatten in den Ring.

Bei den mittelalterlichen Eselsfesten hat die Hölle bodenständigen, gleichsam irdischen, dem Menschen zugewandten Charakter. Den so genannten „Asinaria Festa“, bei denen einst die Narren Einzug in die Kirche hielten und das religiöse Zeremoniell ordentlich durcheinander wirbelten. So kam man den Wahrheiten sinnlich und lustvoll auf die Spur.

Dante Alighieris Jenseitsvision seiner „Göttlichen Komödie“ ist da schon infernaler. Sie operiert mit einer deutlich höheren Drehzahl. Von Höllenkreis zu Höllenkreis folgt die Leserin dem Dichter hinab in die Untiefen der Welt. Im inneren unserer Gegebenheiten, nahe am Erdmittelpunkt treffen wir auf den Leibhaftigen, Luzifer, die gefallene Lichtgestalt. „Wer hier eintritt, lasse alle Hoffnung fahren!“ Und das bedeutet den sicheren Tod.

Michael Köhlmeier liest aus seinem Buch „Der Teufel – Eine Biografie“. Frei von Schwafel und Schwefel entzündet er im Lauschen des Publikums die Faszination des Satans. Der so vielgestaltig um alles Menschliche seine Schlingen zieht. Der Beelzebub, der Luzifer, Mephistopheles, Diabolus. An jeder Ecke lauert der Verführer. Und dort überrascht ihn wiederum die Erzählkunst Köhlmeiers.

Dazu lade ich Sie herzlich ein!
Thomas Bieber, Festivalleitung

 

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