Künstler 2017

Brigitte Karner

– Rezitation

Brigitte Karner, geboren in Kärnten, schloss ihre Schauspielausbildung an der Schauspielakademie Zürich ab. Anschließend wurde sie rasch durch Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und Deutschland bekannt, bevor sie sich auch als Film- und Fernsehdarstellerin einen Namen machte.

So spielte sie u. a. am Schauspielhaus Zürich in Schnitzlers „Anatol“, der „Liebelei“ und in Gogols „Die Heirat“.

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Unter anderem wirkte sie in der 13-teiligen englisch-amerikanischen Serie „Game, Set and Match“ (1988), dem Fernsehmehrteiler „Der große Bellheim“ (1993) und dem Liebesdrama „Utta Danella – Prager Geheimnis“ (2012) mit. Regelmäßig steht sie auch in Krimiserien wie „Derrick“, „Ein Fall für Zwei“ oder „Tatort“ vor der Kamera.

Für ihre Darstellung der Gina in Henrik Ibsens „Die Wildente“ am Wiener Theater in der Josefstadt 2003 erhielt die Künstlerin eine Nominierung für den begehrten Nestroy-Preis.

Neben ihren vielfältigen persönlichen Engagements liegt Brigitte Karner die Ausbildung der neuen Schauspielgeneration am Herzen. In der privaten Schauspielschule von Elfriede Ott entwickelt und trainiert sie mit ihren StudentInnen anhand lyrischer Texte neue schauspielerische Ausdrucksformen.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit sind Rezitationsabende und Lesungen, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter Simonischek abhält. Mit diesem lebt sie gemeinsam in Wien und in der Oststeiermark.

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Peter Simonischek

– Rezitation

In Graz (Österreich) geboren, lernt er zunächst im väterlichen Betrieb Zahntechniker und studiert an der Technischen Hochschule Graz Architektur, bevor er an der Grazer Akademie für Musik und darstellende Kunst seiner Leidenschaft für das Schauspiel nachgeht.

Nach seinem Studium ist er zunächst an verschiedenen Theatern in St. Gallen, Bern und Düsseldorf engagiert, unter anderem unter der Regie von Michael Haneke.

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1979 wird er Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne und spielt dort beispielsweise unter der Leitung von Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Bob Wilson und Andrea Berth.

Bereits in den 1980er Jahren ist Peter Simonischek in mehreren Film- und Fernsehauftritten zu sehen, so etwa in Axel Cortis „Das eine Glück und das andere” und „Herrenjahre”. In dem dreiteiligen Revolutionsdrama „Lenz oder die Freiheit“ spielt er unter der Regie von Dieter Berner die Titelrolle.

Mit Margarethe von Trottas „Fürchten und Lieben“ (mit Fanny Ardant und Greta Scacci) schafft er dann den Schritt auf die Kinoleinwand. Haupt- und Nebenrollen in vielen TV-Filmen und Serien folgen, für „Liebesjahre“ (Regie: Matti Geschonnek) erhält er 2012 seinen zweiten Grimme-Preis – 2015/2016 steht er unter anderem als Stockinger in „Bergfried“ (Regie: Jo Baier) und als Josef von Traunstein in „Das Sacher. Die Geschichte einer Verführung“ (Regie: Robert Dornhelm) vor der Kamera.

Außerdem dreht er immer wieder Kinofilme wie „Gebürtig“ (Regie: Robert Schindel, Lukas Stepanik), „Der Berg“ (Regie: Markus Imhoof), „Hierankl“ (Regie: Hans Steinbichler), „Rubinrot“, Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ (Regie: Felix Fuchssteiner) und „Die Welt der Wunderlichs“ (Regie: Dani Levi).

Als Titelfigur in Maren Ades „Toni Erdmann“ (2016) feiert Peter Simonischek große Erfolge: Im Dezember 2016 erhält er für diese Rolle den Europäischen Filmpreis 2016 als „Bester Hauptdarsteller“. Der Film selbst gewinnt den Europäischen Filmpreis 2016 noch in vier weiteren Kategorien („Bester Spielfilm“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“, „Beste Hauptdarstellerin“), der Film glänzt mit einer Oscarnominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“, auch für den französischen Filmpreis César ist er als „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert.

Außerdem gewinnt Peter Simonischek mit „Toni Erdmann“ den Österreichischen Filmpreis 2017 in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“, die „Lola“, den Deutschen Filmpreis 2017, für die *Beste männliche Hauptrolle“ sowie den ICS Award 2017, ebenfalls in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“. Für die „Beste Komödiantische Leistung im deutschen Film“ für seine Rolle des „Toni Erdmann“ wird Peter Simonischek vom Club der Filmjournalisten Berlin mit dem Ernst-Lubitsch-Preis 2017 ausgezeichnet.

Darüber hinaus wird er unter anderem mit dem international actors award.cologne und der Auszeichnung als „Bester Schauspieler“ beim 45. Festival du Nouveau Cinema in Montreal geehrt. Für sein Lebenswerk erhält Peter Simonischek 2017 die Platin-Romy.

Vorwiegend Bühnenschauspieler, ist Peter Simonischek seit 1999 Mitglied des Wiener Burgtheaters und spielt acht Jahre lang (2002-2009) bei den Salzburger Festspielen die Paraderolle des “Jedermann” in Hofmannsthals gleichnamigem Traditionsstück. 2016 gab er auf den Salzburger Festspielen unter der Regie von Deborah Warner den Prospero in „Der Sturm“. 2017 steht Peter Simonischek für zwei renommierte internationale Produktionen vor der Kamera, spielt unter anderem den Pantalone de‘ Bisognosi in „Der Diener zweier Herren“ am Burgtheater und probt dort außerdem intensiv für eine weitere Premiere im Oktober.

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Karl Markovics

– Rezitation

Karl Markovics begann seine Laufbahn 1982 am Wiener Serapionstheater. Ab 1985 trat er in Michael Schottenbergs „Theater im Kopf“ ebenso wie in Karl Welunscheks legendärem „Wiener Ensemble“ auf.

Seine erste Filmrolle übernahm Markovics 1991 in dem Kinofilm «Hund und Katz» von Michael Sturminger. 1993 spielte er den Kirchingerwirt in Paul Harathers tragikomischem Roadmovie «Indien».

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Einem breiteren Publikum wurde der zweifache «Romy»-Preisträger als Bezirksinspektor Stockinger, zuerst in der österreichischen Krimiserie „Kommissar Rex“, danach in der Spin Off-Serie «Stockinger» bekannt.

Es folgten zahlreiche Film-und Fernsehrollen, u. a. in „Drei Herren“, „Hinterholz 8“, „Late Show“, „Komm, süßer Tod“, „Franz Fuchs – ein Patriot“ und in über 50 weiteren nationalen und internationalen Produktionen. So spielte Karl Markovics an der Seite von Liam Neeson im Thriller „Unknown Identity“, zusammen mit Harvey Keitel und Ralph Fiennes in „The Grand Budapest Hotel“ oder im Vorjahr unter der Regie von Terrence Malick in dessem neuesten Werk „Radegund“.

Die Hauptrolle des Salomon Sorowitsch in Stefan Ruzowitzkys Film „Die Fälscher“ (2007), der 2008 als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, war Markovics’ bislang größter internationaler Erfolg.

2009 war er zusammen mit anderen österreichischen Filmschaffenden Mitbegründer der Akademie des Österreichischen Films. 2011 gab er mit dem Spielfilm «Atmen“ sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Die Produktion mit Thomas Schubert in der Hauptrolle wurde in die Reihe „Quinzaine des réalisateurs“ der 64. Filmfestspiele von Cannes eingeladen, mit 40 internationalen Preisen ausgezeichnet, sowie 2012 mit 6 Österreichischen Filmpreisen ausgezeichnet.  Sein zweiter Kinofilm „Superwelt“, mit Ulrike Beimpold in der Hauptrolle, hatte 2015 bei den 65. Filmfestspielen von Berlin seine Welturaufführung.

Neben seiner Arbeit vor und hinter der Kamera tritt Karl Markovics in den letzten Jahren vermehrt als Interpret von musikalisch-literarischen Programmen auf. So bestritt er gemeinsam mit dem Akkordeonisten Kszysztof Dobrek und dem Geiger Aliosha Biz den Abend „Meine Winterreise“ im Gläsernen Saal/Musikverein, oder stand zusammen mit dem Ensemble Barucco in der Produktion „The King Arthur Seance“ von Helmut Jasbar auf der Bühne des Theaters an der Wien.

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Michael Köhlmeier

– Erzählung

Michael Köhlmeier wurde 1949 in Hard am Bodensee geboren und wuchs in Hohenems/Vorarlberg auf. In den Jahren 1970 – 1976 studierte er Germanistik und Politologie in Marburg sowie Mathematik und Philosophie in Gießen und Frankfurt.

Schon sein 1982 erschienener Debütroman „Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf“ fand große Beachtung. Köhlmeier schrieb zahlreiche Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke, Novellen und Romane.

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Bekannt wurde Köhlmeier dem breiten Publikum unter anderem durch Rundfunk- und TV-Sendungen, in der er die Sagen des klassischen Altertums neu erzählt.

1983 wurde er mit dem Rauriser Literaturpreis des Landes Salzburg, 1988 mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis für Literatur des Landes Baden-Württemberg, 1995 für sein Gesamtwerk mit dem Manès-Sperber-Preis, 1996 mit dem Anton-Wildgans-Preis der österreichischen Industrie und 2001 mit dem Ehrenpreis des Vorarlberger Buchhandels ausgezeichnet.

Er ist mit der Schriftstellerin Monika Helfer verheiratet und lebt in Hohenems/Vorarlberg.

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Ensemble Leones

– Musik

Das auf Frühe Musik spezialisierte Ensemble Leones hat sich unter Leitung von Marc Lewon über die Jahre einen exzellenten Ruf bei Publikum und Fachpresse erarbeitet.

Hier sind ausnahmslos Spezialisten am Werk, die ihre Arbeit durch genaue Kenntnis der originalen Quellen und eine verinnerlichte Vertrautheit mit den historischen Musikstilen untermauern und ihre Konzerte gleichzeitig zu einem virtuosen und lebendigen Klangerlebnis werden lassen.

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Ein Markenzeichen ist die Entdeckung bislang unbekannter Werke aus Mittelalter und Renaissance. Hier setzt das Ensemble Leones mit Pionierarbeit und Neuinterpretationen in ihren Konzerten und von der Kritik ausgezeichneten CD-Einspielungen – Preisträger des International Classical Music Awards 2016 – neue ästhetische Akzente.

Das Ensemble, dessen Mitglieder unter anderem der Talentschmiede der Schola Cantorum Basiliensis, der berühmten Schweizer Hochschule für Alte Musik entstammen, konzertiert mit großem Erfolg auf den Bühnen renommierter Festivals wie dem Stockholm Early Music Festival, dem Heidelberger Frühling, RheinVokal, den Niedersächsischen Musiktagen, Oude Muziek Utrecht, oder AMUZ/Laus Polyphoniae in Antwerpen.

Besetzung Klangraum Dobra 2017:
Grace Newcombe – Gesang
Hanna Marti – Gesang, Harfe
Raitis Grigalis – Gesang
Baptiste Romain – Vielle, Crwth, Dudelsack
Marc Lewon – Gesang, Quinterne, Citole; Leitung

www.leones.de
www.facebook.com/ensemble.leones

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