Die Braut, die sich nicht traut

Samstag 01.07.2017 20:30 Uhr
Karl Markovics – Rezitation Ensemble Leones – Musik

Ruine Dobra
3594 Franzen
Waldviertel

 

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Ulrich von Liechtenstein war als gut vernetzter steirischer Adeliger nebenberuflich Minnesänger. Ein mächtiger Mann!

Karl Marcovics, der faszinierende Charakter-Darsteller, verleiht dem Grenzgänger seine Stimme. Er spürt zwischen den Zeilen das Zögern der Dame wie das fatale Erhaschen der vernichtenden Ablehnung.

Ulrich von Liechtenstein war ein „beruflich“ äußerst erfolgreicher Adliger aus der Steiermark, der eine Reihe wichtiger Posten innehatte.

„Nebenberuflich“ war er Minnesänger und hinterließ mit seinem Frauendienst eine fiktive Autobiographie, bei der sich alles um den ritterlichen Minnedienst dreht, bei dem er sogar soweit geht, der Dame einen im Turnier verletzten Finger als Liebesbeweis zu schicken.

Karl Marcovics, der faszinierende Charakter-Darsteller, verleiht dem Grenzgänger seine Stimme. Er spürt zwischen den Zeilen das Zögern der Dame wie das fatale Erhaschen der vernichtenden Ablehnung. Das Ensemble Leones steuert Lieder von Ulrichs Zeitgenossen bei – Musiken vom „Star der Tage“ Walther von der Vogelweide oder Reinmar.

Karl Markovics

– Rezitation

Karl Markovics begann seine Laufbahn 1982 am Wiener Serapionstheater. Ab 1985 trat er in Michael Schottenbergs „Theater im Kopf“ ebenso wie in Karl Welunscheks legendärem „Wiener Ensemble“ auf.

Seine erste Filmrolle übernahm Markovics 1991 in dem Kinofilm «Hund und Katz» von Michael Sturminger. 1993 spielte er den Kirchingerwirt in Paul Harathers tragikomischem Roadmovie «Indien».

Einem breiteren Publikum wurde der zweifache «Romy»-Preisträger als Bezirksinspektor Stockinger, zuerst in der österreichischen Krimiserie „Kommissar Rex“, danach in der Spin Off-Serie «Stockinger» bekannt.

Es folgten zahlreiche Film-und Fernsehrollen, u. a. in „Drei Herren“, „Hinterholz 8“, „Late Show“, „Komm, süßer Tod“, „Franz Fuchs – ein Patriot“ und in über 50 weiteren nationalen und internationalen Produktionen. So spielte Karl Markovics an der Seite von Liam Neeson im Thriller „Unknown Identity“, zusammen mit Harvey Keitel und Ralph Fiennes in „The Grand Budapest Hotel“ oder im Vorjahr unter der Regie von Terrence Malick in dessem neuesten Werk „Radegund“.

Die Hauptrolle des Salomon Sorowitsch in Stefan Ruzowitzkys Film „Die Fälscher“ (2007), der 2008 als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, war Markovics’ bislang größter internationaler Erfolg.

2009 war er zusammen mit anderen österreichischen Filmschaffenden Mitbegründer der Akademie des Österreichischen Films. 2011 gab er mit dem Spielfilm «Atmen“ sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Die Produktion mit Thomas Schubert in der Hauptrolle wurde in die Reihe „Quinzaine des réalisateurs“ der 64. Filmfestspiele von Cannes eingeladen, mit 40 internationalen Preisen ausgezeichnet, sowie 2012 mit 6 Österreichischen Filmpreisen ausgezeichnet.  Sein zweiter Kinofilm „Superwelt“, mit Ulrike Beimpold in der Hauptrolle, hatte 2015 bei den 65. Filmfestspielen von Berlin seine Welturaufführung.

Neben seiner Arbeit vor und hinter der Kamera tritt Karl Markovics in den letzten Jahren vermehrt als Interpret von musikalisch-literarischen Programmen auf. So bestritt er gemeinsam mit dem Akkordeonisten Kszysztof Dobrek und dem Geiger Aliosha Biz den Abend „Meine Winterreise“ im Gläsernen Saal/Musikverein, oder stand zusammen mit dem Ensemble Barucco in der Produktion „The King Arthur Seance“ von Helmut Jasbar auf der Bühne des Theaters an der Wien.

Ensemble Leones

– Musik

Das auf Frühe Musik spezialisierte Ensemble Leones hat sich unter Leitung von Marc Lewon über die Jahre einen exzellenten Ruf bei Publikum und Fachpresse erarbeitet.

Hier sind ausnahmslos Spezialisten am Werk, die ihre Arbeit durch genaue Kenntnis der originalen Quellen und eine verinnerlichte Vertrautheit mit den historischen Musikstilen untermauern und ihre Konzerte gleichzeitig zu einem virtuosen und lebendigen Klangerlebnis werden lassen.

Ein Markenzeichen ist die Entdeckung bislang unbekannter Werke aus Mittelalter und Renaissance. Hier setzt das Ensemble Leones mit Pionierarbeit und Neuinterpretationen in ihren Konzerten und von der Kritik ausgezeichneten CD-Einspielungen – Preisträger des International Classical Music Awards 2016 – neue ästhetische Akzente.

Das Ensemble, dessen Mitglieder unter anderem der Talentschmiede der Schola Cantorum Basiliensis, der berühmten Schweizer Hochschule für Alte Musik entstammen, konzertiert mit großem Erfolg auf den Bühnen renommierter Festivals wie dem Stockholm Early Music Festival, dem Heidelberger Frühling, RheinVokal, den Niedersächsischen Musiktagen, Oude Muziek Utrecht, oder AMUZ/Laus Polyphoniae in Antwerpen.

Besetzung Klangraum Dobra 2017:
Grace Newcombe – Gesang
Hanna Marti – Gesang, Harfe
Raitis Grigalis – Gesang
Baptiste Romain – Vielle, Crwth, Dudelsack
Marc Lewon – Gesang, Quinterne, Citole; Leitung

www.leones.de
www.facebook.com/ensemble.leones