Petra Morzé

Geboren 1964 in Klagenfurt. Absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz.

Rollen u. a. „Das Mädl aus der Vorstadt“ (R. Jürgen Flimm) bei den Salzburger Festspielen, die Jüdin in „Die Jüdin von Toledo“ am Volkstheater Wien, Roxanne in „Cyrano de Bergerac“ (R. Michael Wallner) am Grazer Schauspielhaus. Am Theater in der Josefstadt spielte sie u. a. Christine in „Liebelei“, Marianne in „G’schichten aus dem Wienerwald“ und Rosa in „Der Verschwender“ unter der Regie von Karlheinz Hackl; Erna in „Das weite Land“ und Toinette in „Der Schwierige“ unter der Regie von Otto Schenk; Rosalinde in Shakespeares „Wie es euch gefällt“ (R. Rosemarie Fendel), Miranda in „Don Juan“ (R. Thomas Birkmeir) und Mrs. Cheveley in „Ein idealer Gatte“ (R. M. Gampe). Bei den Festspielen Reichenau war sie als Illona in Schnitzlers „Anatol“ (R. Thomas Birkmeir), als Amelie in „Eine blassblaue Frauenschrift“ (R. Helmut Wiesner), als Genia in Schnitzlers „Das weite Land“ (R. Beverly Blankenship), als Elena in Tschechows „Onkel Wanja“ (R. Bernd Birkhahn), als Marie in Bahrs „Das Konzert“ (R. Götz Spielmann), als Olga in Tschechows „Die drei Schwestern“ (R. Maria Happel) und als die Schauspielerin in Schnitzlers „Der Reigen“ (R. Helmut Wiesner) zu sehen.

Seit der Spielzeit 2001/2002 spielt sie am Burgtheater. Rollen u. a. in Botho Strauß’ „Der Narr und seine Frau heute Abend in Pancomedia“ (R. Dieter Giesing,), Else in Schnitzlers „Anatol“ (in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen, R. Luc Bondy), Jennifer in Bernhard Studlars „Transdanubia Dreaming“ (UA, R. Nicolas Brieger), Abby Prescott in „Tag der Gnade“ von Neil LaBute (R. Friederike Heller, ÖE 2003), Auguste/Josephine in „Zettelträger Papp oder Meine Frau hat eine Grille“, drei Einakter von Johann Nestroy (R. Robert Meyer, 2004). Sie war in der Uraufführung von Gert Jonkes „Die versunkene Kathedrale“ (R. Christiane Pohle, UA: 18.9.2005), Jackie in der österreichischen Erstaufführung von Elfriede Jelineks „Der Tod und das Mädchen IV – Jackie“ (R. Daniela Kranz), Sveta in Igor Bauersimas und Rejane Desvignes „Boulevard Sevastopol“ (R. Igor Bauersima, 2006), Lindsay in Neil LaButes „Some Girl(s)“ (R. Dieter Giesing, 2006), in „Spuren der Verirrten“ von Peter Handke (R. Friederike Heller, ÖEA 2007), Gräfin Terzky in Schillers „Wallenstein“ (R. Thomas Langhoff, 2007), in der Romandramatisierung nach Thomas Mann „Doktor Faustus – my love is as a fever“ (R. Friederike Heller, 2008), in Andreas Liebmanns „explodiert“ (UA, R. Cornelia Rainer 2009), in der Junk Opera „Struwwelpeter“ von P. McDermott/J. Crouch/M. Jacques nach Motiven von Heinrich Hoffmann (R. Stefan Pucher, 2009), Octavia in William Shakespeares „Antonius und Cleopatra“ (R. Stefan Pucher, 2009), Prostituierte in „Stroszek“ nach einem Film von Werner Herzog (R. Carina Riedl), Frau Cathérine in August Strindbergs „Rausch“ (R. Stefan Pucher, 2011). In Michael Laubs „Burgporträts“ (R. Michael Laub, 2011), Lady Capulet in William Shakespeares „Romeo und Julia“ (R. David Bösch, 2011), Mrs. Darling in James Matthew Barries „Peter Pan“ in einer Fassung von Peter Raffalt (R. Annette Raffalt, 2011), Eunice Hubbel in Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ (R. Dieter Giesing, 2012), in David Greigs „Yellow Moon“ (R. Peter Raffalt, 2012), Dagmar in „Der Komet“ von Justine del Corte, (UA, R. Schimmelpfennig, 2012), in Walter Serners „Die Tigerin“ (R. Sarantos Zervoulakos, 2013), in „Wunschloses Unglück“ von Peter Handke (R. Katie Mitchell 2014) und in „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus (R. Georg Schmiedleitner, 2014) und als Schwester #1 in „die unverheiratete“ von Ewald Palmetshofer (R. Robert Borgmann, 2014), Mutter in „Engel des Vergessens“ von Maja Haderlap (UA, R. Georg Schmiedleitner 2015), in „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ von Joël Pommerat (R. Peter Wittenberg, 2016), Ämilia, Äbtissin in Ephesus und Frau des Ägeon in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare (R. Herbert Fritsch, 2017), Frau Werner in „Kartonage“ von Yade Yasemin Önder (R. Franz-Xaver Mayr, 2017), In UA „Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven (R. Peter Wittenberg, 2017), Frau Ill in „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt, (R. Frank Hoffmann, 2018, Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen), Lotte Lindenthal in „Mephisto“ von Klaus Mann (R. Bastian Kraft, 2018), Frau Russek in „Der Kandidat“ von Carl Sternheim nach Flaubert (R. Georg Schmiedleitner, 2018), „Zelt“ von Herbert Fritsch (R. Herbert Fritsch 2019).

Neben ihrer Tätigkeit am Theater ist sie seit den 90er-Jahren regelmäßig im Fernsehen und in bekannten Fernsehserien zu sehen, u. a. in „Kommissar Rex“, „Schlosshotel Orth“, „Tatort“. Hervorzuheben ist dabei ihre Titelrolle in der Serie „Polly Adler − Eine Frau sieht rosa“ (Regie Peter Ily-Huemer, Koproduktion des ORF und teamWorx Television&Film, ausgeführt von Cult-Film, 2005 und 2007), für die sie 2006 für den ROMY nominiert wurde.
Im Film war sie u. a. zu sehen als Eva in „Antares“ (R. Götz Spielmann, 2003), in „Import Export“ (R. Ulrich Seidl, Seidl-Film-Produktion 2005, 2007 zu den Filmfestspielen nach Cannes eingeladen), als Linda in „42+“ (R. Sabine Derflinger, Dor Film und Verleih Filmladen 2006), „Nordwand“ (R. P. Stölzl 2007, DOR Film/Medien Kontor), in „Lourdes“ (R. J. Hausner 2008, coop99), in „Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ (R. C. Stark, 2010) und in „Ma Folie“ (R. A. Mracnikar, 2013).
Sie hat auch zahlreiche Hörspiele aufgenommen und wurde dafür von der ORF-Hörspiel-Jury zur „Schauspielerin des Jahres 2014“ gekürt.