Künstler 2019

Petra Morzé

– Rezitation

Geboren 1964 in Klagenfurt. Absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz.

Rollen u. a. „Das Mädl aus der Vorstadt“ (R. Jürgen Flimm) bei den Salzburger Festspielen, die Jüdin in „Die Jüdin von Toledo“ am Volkstheater Wien, Roxanne in „Cyrano de Bergerac“ (R. Michael Wallner) am Grazer Schauspielhaus. Am Theater in der Josefstadt spielte sie u. a. Christine in „Liebelei“, Marianne in „G’schichten aus dem Wienerwald“ und Rosa in „Der Verschwender“ unter der Regie von Karlheinz Hackl; Erna in „Das weite Land“ und Toinette in „Der Schwierige“ unter der Regie von Otto Schenk; Rosalinde in Shakespeares „Wie es euch gefällt“ (R. Rosemarie Fendel), Miranda in „Don Juan“ (R. Thomas Birkmeir) und Mrs. Cheveley in „Ein idealer Gatte“ (R. M. Gampe). Bei den Festspielen Reichenau war sie als Illona in Schnitzlers „Anatol“ (R. Thomas Birkmeir), als Amelie in „Eine blassblaue Frauenschrift“ (R. Helmut Wiesner), als Genia in Schnitzlers „Das weite Land“ (R. Beverly Blankenship), als Elena in Tschechows „Onkel Wanja“ (R. Bernd Birkhahn), als Marie in Bahrs „Das Konzert“ (R. Götz Spielmann), als Olga in Tschechows „Die drei Schwestern“ (R. Maria Happel) und als die Schauspielerin in Schnitzlers „Der Reigen“ (R. Helmut Wiesner) zu sehen.

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Seit der Spielzeit 2001/2002 spielt sie am Burgtheater. Rollen u. a. in Botho Strauß’ „Der Narr und seine Frau heute Abend in Pancomedia“ (R. Dieter Giesing,), Else in Schnitzlers „Anatol“ (in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen, R. Luc Bondy), Jennifer in Bernhard Studlars „Transdanubia Dreaming“ (UA, R. Nicolas Brieger), Abby Prescott in „Tag der Gnade“ von Neil LaBute (R. Friederike Heller, ÖE 2003), Auguste/Josephine in „Zettelträger Papp oder Meine Frau hat eine Grille“, drei Einakter von Johann Nestroy (R. Robert Meyer, 2004). Sie war in der Uraufführung von Gert Jonkes „Die versunkene Kathedrale“ (R. Christiane Pohle, UA: 18.9.2005), Jackie in der österreichischen Erstaufführung von Elfriede Jelineks „Der Tod und das Mädchen IV – Jackie“ (R. Daniela Kranz), Sveta in Igor Bauersimas und Rejane Desvignes „Boulevard Sevastopol“ (R. Igor Bauersima, 2006), Lindsay in Neil LaButes „Some Girl(s)“ (R. Dieter Giesing, 2006), in „Spuren der Verirrten“ von Peter Handke (R. Friederike Heller, ÖEA 2007), Gräfin Terzky in Schillers „Wallenstein“ (R. Thomas Langhoff, 2007), in der Romandramatisierung nach Thomas Mann „Doktor Faustus – my love is as a fever“ (R. Friederike Heller, 2008), in Andreas Liebmanns „explodiert“ (UA, R. Cornelia Rainer 2009), in der Junk Opera „Struwwelpeter“ von P. McDermott/J. Crouch/M. Jacques nach Motiven von Heinrich Hoffmann (R. Stefan Pucher, 2009), Octavia in William Shakespeares „Antonius und Cleopatra“ (R. Stefan Pucher, 2009), Prostituierte in „Stroszek“ nach einem Film von Werner Herzog (R. Carina Riedl), Frau Cathérine in August Strindbergs „Rausch“ (R. Stefan Pucher, 2011). In Michael Laubs „Burgporträts“ (R. Michael Laub, 2011), Lady Capulet in William Shakespeares „Romeo und Julia“ (R. David Bösch, 2011), Mrs. Darling in James Matthew Barries „Peter Pan“ in einer Fassung von Peter Raffalt (R. Annette Raffalt, 2011), Eunice Hubbel in Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ (R. Dieter Giesing, 2012), in David Greigs „Yellow Moon“ (R. Peter Raffalt, 2012), Dagmar in „Der Komet“ von Justine del Corte, (UA, R. Schimmelpfennig, 2012), in Walter Serners „Die Tigerin“ (R. Sarantos Zervoulakos, 2013), in „Wunschloses Unglück“ von Peter Handke (R. Katie Mitchell 2014) und in „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus (R. Georg Schmiedleitner, 2014) und als Schwester #1 in „die unverheiratete“ von Ewald Palmetshofer (R. Robert Borgmann, 2014), Mutter in „Engel des Vergessens“ von Maja Haderlap (UA, R. Georg Schmiedleitner 2015), in „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ von Joël Pommerat (R. Peter Wittenberg, 2016), Ämilia, Äbtissin in Ephesus und Frau des Ägeon in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare (R. Herbert Fritsch, 2017), Frau Werner in „Kartonage“ von Yade Yasemin Önder (R. Franz-Xaver Mayr, 2017), In UA „Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven (R. Peter Wittenberg, 2017), Frau Ill in „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt, (R. Frank Hoffmann, 2018, Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen), Lotte Lindenthal in „Mephisto“ von Klaus Mann (R. Bastian Kraft, 2018), Frau Russek in „Der Kandidat“ von Carl Sternheim nach Flaubert (R. Georg Schmiedleitner, 2018), „Zelt“ von Herbert Fritsch (R. Herbert Fritsch 2019).

Neben ihrer Tätigkeit am Theater ist sie seit den 90er-Jahren regelmäßig im Fernsehen und in bekannten Fernsehserien zu sehen, u. a. in „Kommissar Rex“, „Schlosshotel Orth“, „Tatort“. Hervorzuheben ist dabei ihre Titelrolle in der Serie „Polly Adler − Eine Frau sieht rosa“ (Regie Peter Ily-Huemer, Koproduktion des ORF und teamWorx Television&Film, ausgeführt von Cult-Film, 2005 und 2007), für die sie 2006 für den ROMY nominiert wurde.
Im Film war sie u. a. zu sehen als Eva in „Antares“ (R. Götz Spielmann, 2003), in „Import Export“ (R. Ulrich Seidl, Seidl-Film-Produktion 2005, 2007 zu den Filmfestspielen nach Cannes eingeladen), als Linda in „42+“ (R. Sabine Derflinger, Dor Film und Verleih Filmladen 2006), „Nordwand“ (R. P. Stölzl 2007, DOR Film/Medien Kontor), in „Lourdes“ (R. J. Hausner 2008, coop99), in „Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ (R. C. Stark, 2010) und in „Ma Folie“ (R. A. Mracnikar, 2013).
Sie hat auch zahlreiche Hörspiele aufgenommen und wurde dafür von der ORF-Hörspiel-Jury zur „Schauspielerin des Jahres 2014“ gekürt.

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Karl Markovics

– Rezitation

Karl Markovics begann seine Laufbahn 1982 am Wiener Serapionstheater. Ab 1985 trat er in Michael Schottenbergs „Theater im Kopf“ ebenso wie in Karl Welunscheks legendärem „Wiener Ensemble“ auf.

Seine erste Filmrolle übernahm Markovics 1991 in dem Kinofilm «Hund und Katz» von Michael Sturminger. 1993 spielte er den Kirchingerwirt in Paul Harathers tragikomischem Roadmovie «Indien».

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Einem breiteren Publikum wurde der zweifache «Romy»-Preisträger als Bezirksinspektor Stockinger, zuerst in der österreichischen Krimiserie „Kommissar Rex“, danach in der Spin Off-Serie «Stockinger» bekannt.

Es folgten zahlreiche Film-und Fernsehrollen, u. a. in „Drei Herren“, „Hinterholz 8“, „Late Show“, „Komm, süßer Tod“, „Franz Fuchs – ein Patriot“ und in über 50 weiteren nationalen und internationalen Produktionen. So spielte Karl Markovics an der Seite von Liam Neeson im Thriller „Unknown Identity“, zusammen mit Harvey Keitel und Ralph Fiennes in „The Grand Budapest Hotel“ oder im Vorjahr unter der Regie von Terrence Malick in dessem neuesten Werk „Radegund“.

Die Hauptrolle des Salomon Sorowitsch in Stefan Ruzowitzkys Film „Die Fälscher“ (2007), der 2008 als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, war Markovics’ bislang größter internationaler Erfolg.

2009 war er zusammen mit anderen österreichischen Filmschaffenden Mitbegründer der Akademie des Österreichischen Films. 2011 gab er mit dem Spielfilm «Atmen“ sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Die Produktion mit Thomas Schubert in der Hauptrolle wurde in die Reihe „Quinzaine des réalisateurs“ der 64. Filmfestspiele von Cannes eingeladen, mit 40 internationalen Preisen ausgezeichnet, sowie 2012 mit 6 Österreichischen Filmpreisen ausgezeichnet.  Sein zweiter Kinofilm „Superwelt“, mit Ulrike Beimpold in der Hauptrolle, hatte 2015 bei den 65. Filmfestspielen von Berlin seine Welturaufführung.

Neben seiner Arbeit vor und hinter der Kamera tritt Karl Markovics in den letzten Jahren vermehrt als Interpret von musikalisch-literarischen Programmen auf. So bestritt er gemeinsam mit dem Akkordeonisten Kszysztof Dobrek und dem Geiger Aliosha Biz den Abend „Meine Winterreise“ im Gläsernen Saal/Musikverein, oder stand zusammen mit dem Ensemble Barucco in der Produktion „The King Arthur Seance“ von Helmut Jasbar auf der Bühne des Theaters an der Wien.

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Maria Köstlinger

– Rezitation

Maria Köstlinger wurde in Schweden als Tochter eines Opernsängers geboren und wuchs in Salzburg auf. Schon als Kind spielte sie am Salzburger Landestheater.

Nach ihrer Schauspielausbildung wurde Maria Köstlinger ins Ensemble des Kleinen Theaters Salzburg engagiert. Von 1992 bis 1996 spielte sie am Salzburger Landestheater, wo sie u. a. in „Liliom“ als Marie und in Mrozeks „Tango“ als Ala auf der Bühne stand. Für die Salzburger Festspiele besetzte sie Peter Stein als Salchen in „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ und als Spielansager im „Jedermann“.

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Ihr Debüt am Theater in der Josefstadt war die Corie in „Barfuß im Park“ 1996. Es folgten die Viola in „Was ihr wollt“, die Elisabeth in „Glaube, Liebe, Hoffnung“ und die Rosalie in „Höllenangst“ an der Seite ihres Mannes Karlheinz Hackl. Mit ihm als Partner wagte sie auch einen Ausflug ins Musical, „Mizzis und Strizzis“ im Metropol. Bei den Sommerfestspielen Reichenau beeindruckte sie in der Regie von Otto Schenk als Christine in Schnitzlers „Liebelei“.

Ihre letzten Rollen in der Josefstadt: Cheristane in „Der Verschwender“, Helene in „Der Schwierige“, Amelia in „Der große Zauber“, Hippolyta in „Ein Sommernachtstraum“, Mabel Chiltern in „Ein idealer Gatte“, Clarisse in „Der Mann ohne Eigenschaften“, Melitta in „Sappho“, Hero in „Viel Lärm um Nichts“, Julie in „Liliom“, die Titelrollen in „Fräulein Else“ und „Nora“ sowie die Hedwig in „Das vierte Gebot“, Helene in „Das Fest“, Tourvel in „Gefährliche Liebschaften“, Anna in „Der jüngste Tag“, Natalja Petrowna in „Ein Monat auf dem Lande“, Una in „Blackbird“, Fanny Wilton in „John Gabriel Borkman“, Hedda Tesman in „Hedda Gabler“, Gabriella in „Wie im Himmel“, Kafka in „Kafka“, Josefine Schönberg in „Totes Gebirge“, Judith in „Heilig Abend“, Henriette Stein in „Der Engel mit der Posaune“, Emma Bovary in „Madame Bovary“ und Irene Herms in „Der einsame Weg“.

Für ihre Rolle als Una in „Blackbird“ wurde Maria Köstlinger 2011 für den Theaterpreis „Nestroy“ nominiert.

Auch in mehreren Film- und Fernsehproduktionen hat Maria Köstlinger bereits mitgewirkt. So war sie in der TV-Serie „Kommissar Rex“ zu sehen und übernahm eine Episoden-Hauptrolle in „Sinan Toprak – Der dreifache Salamander“.
Im November 2002 drehte sie in der Regie von Andreas Prochaska den Psychothriller „Ausgeliefert“ mit Harald Krassnitzer in der männlichen Hauptrolle, anschließend war sie in „Silentium“ zu sehen. In der Serie „Der Winzerkönig“ spielte sie abermals eine Hauptrolle an der Seite von Harald Krassnitzer.
Aktuell ist Maria Köstlinger in der Fernsehserie „Vorstadtweiber“ zu sehen.

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Ensemble Moirai

– Musik

Moirai ist ein Ensemble, das sich auf die historisch informierte Aufführung der Musik des Früh- und Hochmittelalters spezialisiert. Das Ensemble wurde von Sängerin Hanna Marti und Flötistin Mara Winter in Reykjavík im Oktober 2015 gegründet: Dort trafen sich die zwei Musikerinnen, um den Gesängen und Geschichten der mittelalterlichen Edda nachzuforschen.

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Moirais musikalisches Arbeitsgebiet umfasst eine große Bandbreite an historisch fundierten und musikwissenschaftlich spezialisierten Konzertprojekten. Je nach Programm werden weitere Musiker und Musikerinnen beigezogen. Die Musik findet das Ensemble direkt in den uns überlieferten Manuskripten, doch Moirai will der mittelalterlichen Musikkultur noch näherkommen: Ein Hauptfokus richtet sich auf das Re-Kreieren von mittelalterlicher Musik, die im Mittelalter gesungen und gespielt, jedoch nicht niedergeschrieben wurden. Stattdessen waren diese Stücke Teil eines gesungenen Repertoires, das mündlich von SängerIn zu SängerIn weitergegeben wurde und so mehreren Generationen erhalten blieb, ohne dass es je nötig war, das Stück zu notieren. Mit dem Bruch einer solchen mündlichen Tradition sind ihre Lieder verstummt und sind uns nur als Texte, zum Teil mit einigen schematischen Erinnerungshilfen zur Melodie, überliefert.

Um plausible Rekonstruktionen solcher „verstummter Lieder“ finden zu können, befasst sich Moirai zuerst eingehend mit dem musikalischen (und künstlerischen) Stil der Zeit und des Ortes. Durch die Analyse von uns bekannten Stücken und/oder verwandten Traditionen kreiert das Ensemble eine Art Compendium musikalischer Materialien und Gesten – eine Art Vokabular und Syntax. Dieses Compendium dient dann dazu, ein stilistisch kohärentes Musikstück zu re-kreieren. Moirai arbeitet in diesem Prozess normalerweise ohne moderne Musik-Notation, um möglichst nahe an den Arbeitsmethoden der mittelalterlichen Musikszene zu bleiben.

Mit dieser Methode gelingt es Moirai, eine verstummte musikalische Tradition wieder zu beleben. Indem das Ensemble ohne musikalische Notation, sondern nur mit den Texten und einigen mnemonischen Notizen zur Melodie arbeitet, nähert sich Moirai dem kreativen Prozess und der Gedankenwelt des mittelalterlichen Musikers/der mittelalterlichen Musikerin an.

Moirai wird geleitet von Mara Winter und Hanna Marti.

Besetzung Klangraum Dobra 2019 (Partnerprojekt Ensemble Moirai und Ensemble Rumorum):
Hanna Marti, Gesang und Harfe
Grace Newcombe, Gesang und Harfe
Ozan Karagöz, Gesang
Mara Winter, Flöten und Gesang
Félix Verry, Fidel

www.moirai-ensemble.com
www.facebook.com/moiraiensemble

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Ensemble Rumorum

– Musik

Rumorum, unter der Leitung von Grace Newcombe, ist ein gemischtes Vokal- und Instrumentalensemble, welches sich auf Musik aus dem 12. bis 15. Jahrhundert spezialisiert hat.

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Unter anderem hat Rumorum, seit der Gründung im Jahre 2015, zwei Preise vom York International Young Artists Competition ergattert (2017), eine Tournee durch die Niederlande zum Festival Oude Muziek durchgeführt (2018) und wurde als Emerging European Ensemble im Rahmen des EEEmerging-Programms ausgewählt (2018-heute).

Besetzung Klangraum Dobra 2019 (Partnerprojekt Ensemble Moirai und Ensemble Rumorum):
Hanna Marti, Gesang und Harfe
Grace Newcombe, Gesang und Harfe
Ozan Karagöz, Gesang
Mara Winter, Flöten und Gesang
Félix Verry, Fidel

www.rumorum.com
www.facebook.com/rumorum

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