Künstlerinnen und Künstler 2026

Stefanie Reinsperger

Stefanie Reinsperger, geboren 1988 in Baden bei Wien, wuchs in London und Belgrad auf und absolvierte ihre Schauspielausbildung am Wiener Max Reinhardt Seminar. Es folgte ein dreijähriges Engagement am Schauspielhaus Düsseldorf. 2013 gewann sie den Publikumspreis vom Düsseldorfer Schauspielhaus als beste Nachwuchsschauspielerin. Seit 2014 spielt sie regelmäßig am Wiener Burgtheater u.a. in Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ und die Kaiserin von Österreich in “Elisabeth!”. Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie auch Teil des Berliner Ensembles. 2017 und 2018 spielte sie im Sommer bei den Salzburger Festspielen im „Jedermann“ die Rolle der Buhlschaft. Stefanie Reinsperger wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u.a. in der Zeitschrift Theater Heute gleichzeitig als Nachwuchsschauspielerin und Schauspielerin des Jahres, mit dem Nestroy Preis als Beste Nachwuchsschauspielerin, dem Dorothea Neff Preis als beste Schauspielerin und dem Romy Award. 2022 wurde sie zudem mit dem Helene-Weigel-Theaterpreis ausgezeichnet. Mit der Spielzeit 2024/25 kehrt sie als Ensemblemitglied an die BURG zurück.

Abseits der Bühne steht Stefanie Reinsperger auch regelmäßig vor der Kamera für Film und Fernsehen. 2019 spielte sie Maria Theresia im gleichnamigen Zweiteiler in der Regie von Robert Dornhelm. Von 2020 bis 2026 war sie als Hauptkommissarin Rosa Herzog im festen Team vom Tatort Dortmund. In „Haus aus Glas“ in der Regie von Alain Gsponer, einer 6-teiligen Miniserie für die ARD war sie als Eva Schwarz in einer der Hauptrollen zu sehen. Seit 2017 arbeitet Stefanie Reinsperger regelmäßig als Dozentin an der HSF Ernst Busch. 2022 veröffentlichte sie ihr Buch mit dem Titel „Ganz schön wütend“, eine Liebeserklärung und ein Appell an die weibliche Wut. Ihr aktuelles Projekt: Der Kinofilm „Vier Minus Drei“ von Adrian Goiginger, der auf der Berlinale 2026 Premiere feierte und im April in die Kinos kam.

Cornelius Obonya

Cornelius Obonya, 1969 in Wien geboren, stammt aus einer Schauspielerdynastie: Seine Eltern sind Elisabeth Orth und Hanns Obonya (gest. 1978), seine Großeltern mütterlicherseits waren Paula Wessely und Attila Hörbiger.
Mit 17 Jahren ging er ans Max-Reinhardt-Seminar, um Schauspiel zu studieren, verließ es aber nach einem Jahr und lernte bei dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Bronner gehörte zu den wichtigen Begegnungen in seiner Laufbahn ebenso wie Emmy Werner, die ehemalige Direktorin des Volkstheater Wien und Andrea Breth, mit der er viele Jahre an der Schaubühne Berlin und auch am Burgtheater Wien gearbeitet hat. Cornelius Obonya ist verheiratet mit der Regisseurin Carolin Pienkos und Vater des gemeinsamen Sohnes Attila.

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Für seine erste Rolle am Volkstheater, den Eugene in Brighton Beach Memoirs von Neil Simon, wurde Cornelius Obonya 1989 mit dem Nachwuchspreis des Karl-Skraup-Preises ausgezeichnet; im folgenden Jahr erhielt er den O.E.Hasse-Preis. Mit Andrea Breth arbeitete er bereits während seines Engagements an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz (1992–1999) zusammen, am Burgtheater folgten ab 2000 u. a. Edward Bonds Die See (Hollarcut), Lessings Emilia Galotti (Pirro), Schillers Don Carlos (Domingo), Tschechows Der Kirschgarten (Trofimow), Tennessee Williams’ Die Katze auf dem heißen Blechdach (Gooper) und Lessings Minna von Barnhelm (Paul Werner). Am Burgtheater spielte Cornelius Obonya u. a. auch unter der Regie von Peter Zadek, Sven-Eric Bechtolf, Karin Beier, Carolin Pienkos, Anselm Weber, Stefan Bachmann und Falk Richter; er war der Caligula in Albert Camus’ gleichnamigem Stück (Regie: Jan Lauwers), Herr von Rappelkopf in Ferdinand Raimunds Der Alpenkönig und der Menschenfeind (Regie: Michael Schachermaier) und jüngst Caius Martius Coriolanus in Shakespeares Coriolan (Regie: Carolin Pienkos). 2015 erhielt Obonya den Ferdinand Raimund – Ring.
2008/2009 spielte und sang er in Mel Brooks Broadway-Musical The Producers im Ronacher in Wien sowie im Admiralspalast in Berlin. In der Spielzeit 2009/10 gastierte er am Theater in der Josefstadt als der Lehrer in Jugend ohne Gott von Christopher Hampton nach Ödön von Horváth (Regie: Torsten Fischer). Große Erfolge feierte er 2010/11 mit seinem Soloabend Cordoba – Das Rückspiel von Florian Scheuba und Rubert Hennig am Rabenhof Theater in Wien. Dafür erhielt er den „Salzburger Stier 2010“ und eine Nominierung für den „Spezialpreis des Nestroy-Preises 2010“. Im gleichen Jahr wurde er „Schauspieler des Jahres“ des Österreichischen Rundfunks (Ö1). 2012 und 2013 begann seine Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Walfischgasse, wo er als Andrew Wyke in Revanche von Anthony Shaffer sowie als Leroy Brooks in der Uraufführung von C(r)sah, geschrieben von Rupert Henning, inszeniert ebenfalls von Carolin Pienkos, zu sehen war.
Bei den Salzburger Festspielen debütierte Cornelius Obonya 2002 als Paul Kreindl in Andrea Breths Inszenierung von Schnitzlers Das weite Land. Ebendort war er 2012 der Monsieur Jourdain in der Oper Ariadne auf Naxos von Richard Strauss/Hugo von Hofmannsthal, zu spielen nach dem Bürger als Edelmann des Molière in der Bearbeitung von Hugo von Hofmannsthal. Als Jedermann wurde Cornelius Obonya in den Salzburger Festspielsommern 2013 bis 2016 gefeiert.
Auf der Kinoleinwand war Obonya u.a. in Spanien (von Anja Salomonowitz), in Peter Patzaks Kottan ermittelt – rien ne va plus, in Egon Schiele (Regie: Dieter Berner) sowie als Konrad in Die Trapp Familie – ein Leben für die Musik (Regie: Ben Verbong) zu sehen. Er hat auch in zahlreichen TV-Produktionen mitgewirkt, u. a. in den Krimi-Serien Tatort und CopStories, Nachtschicht von Lars Becker sowie in TV-Filmen wie Polt oder Die Hebamme. Seit 2018 ist er in der Serie Meiberger – Im Kopf des Täters und in den Altaussee-Krimis auf ServusTV zu sehen. Weiters drehte er 2019 für Costa-Gavras in dessen Film Adults in the Room.
Auch als Kommentarsprecher von Dokumentationen und als Interpret von Hörbüchern etc. ist Cornelius Obonya bekannt. Zuletzt erhielt er für seine Aufnahme des Romans „Die Inkommensurablen“ von Raphaela Edelbauer den Deutschen Hörbuch Preis 2024 als „Bester Interpret“.
Gemeinsam mit seiner Frau, der Regisseurin Carolin Pienkos, führte der Schauspieler Regie beim Festival „Oper im Steinbruch“ in der Produktion von „Die Zauberflöte“ in St. Margarethen. Zuvor erarbeiteten beide Die Fledermaus and der Mailänder Scala.
2013 erschien das von Haide Tenner aufgezeichnete Buch über den neuen Jedermann, wie er wurde, was er ist … unter dem Titel: Cornelius Obonya – Kommen Sie bitte weiter vor.

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Michael Köhlmeier

– Erzählung

Michael Köhlmeier wurde 1949 in Hard am Bodensee geboren und wuchs in Hohenems/Vorarlberg auf. In den Jahren 1970 bis 1976 studierte er Germanistik und Politologie in Marburg, anschließend Mathematik und Philosophie in Gießen.

1982 erschien sein Debütroman „Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf“, ihm folgten Romane, Erzählungen, Novellen. Zuletzt „Der Mann, der Verlorenes wiederfindet“, eine Novelle über den heiligen Antonius von Padua.

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Bekannt wurde Köhlmeier dem breiten Publikum durch Rundfunk- und TV-Sendungen, in denen er die Sagen des klassischen Altertums, aber auch biblische Geschichten und das Nibelungenlied neu erzählte.

Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und dem Konrad-Adenauer-Preis.

Michael Köhlmeier ist mit der Schriftstellerin Monika Helfer verheiratet und lebt in Hohenems und in Wien.

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Ensemble Leones

– Musik

Das auf Frühe Musik spezialisierte Ensemble Leones hat sich unter Leitung von Marc Lewon über die Jahre einen exzellenten Ruf bei Publikum und Fachpresse erarbeitet.

Hier sind ausnahmslos Spezialisten am Werk, die ihre Arbeit durch genaue Kenntnis der originalen Quellen und eine verinnerlichte Vertrautheit mit den historischen Musikstilen untermauern und ihre Konzerte gleichzeitig zu einem virtuosen und lebendigen Klangerlebnis machen.

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Ein Markenzeichen ist die Entdeckung bislang unbekannter Werke aus Mittelalter und Renaissance. Hier setzt das Ensemble Leones mit Pionierarbeit und Neuinterpretationen in ihren Konzerten und von der Kritik ausgezeichneten CD-Einspielungen – Preisträger des International Classical Music Awards 2016 – neue ästhetische Akzente.

Das Ensemble, dessen Mitglieder unter anderem der Talentschmiede der Schola Cantorum Basiliensis, der berühmten Schweizer Hochschule für Alte Musik entstammen, konzertiert mit großem Erfolg auf den Bühnen renommierter Festivals wie dem Stockholm Early Music Festival, dem Heidelberger Frühling, RheinVokal, den Niedersächsischen Musiktagen, Oude Muziek Utrecht, oder AMUZ/Laus Polyphoniae in Antwerpen.

www.leones.de
www.facebook.com/ensemble.leones

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